Impuls Mai 2018

Vision ist die Kunst, Unsichtbares zu sehen (Jonathan Swift)

Ich weiß nicht, ob Jonathan Swift den Hebräerbrief kannte. Denn sein wirklich wunderbarer Satz ist nur geklaut.

Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ (Hebräer 11, 1)

Noch ein Satz über Visionen, der in die Geschichte eingegangen ist:
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ (Altkanzler Helmut Schmidt). Sucht Euch was aus. Ganz im Ernst. Das ist der Lackmustest für unseren Glauben. Die Realisten unter uns neigen zu Schmidt. 4,5 Millionen – bei allem Respekt: Ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun. Die Schwärmer unter uns sagen: Kein Problem. Gibt der Herr ein Häslein, gibt er auch ein Gräslein.

Die Glaubenden unter uns sagen keinen der beiden Sätze. Sie halten es mit dem Verfasser des Hebräerbriefes. Der Glaube als Fundament für unser Gemeindehaus und unser Glaubenshaus. Im Vertrauen auf Gott eine neue Sicht gewinnen. Zu erst auf mich als Person selbst. Mit all meinen Brüchen, mit meinen Unzulänglichkeiten, mit meinem kleinen Glauben, ja, selbst mit meinen Zweifeln. Das Vertrauen auf Gott setzt mir eine neue Brille auf. Und die ist nicht rosarot. Aber ich sehe hinter die Fassade meines Bruders, meiner Schwester. Nicht um zu entlarven, sondern um hinter allen Masken und allem Make-up das geliebte Kind Gottes zu sehen. Der Glaube lässt meine Familie, die Gemeinde, in einem neuen Licht erscheinen. Da sehe ich nicht nur müde, ausgebrannte, abgearbeitete Zeitgenossen. Ich sehe die Gemeinschaft der Kinder Gottes in all ihrer Schönheit.

Wir haben den Startschuss zum Aufbruch gegeben. In ein neues Gemeindehaus. In die Zukunft. Ich muss dabei immer wieder an meinen Freund und Kollegen Hans Stapperfenne denken. Er war mein Augenarzt. Wir standen in einer Bruchbude in Bayreuth. Ich sah nur Arbeit, Dreck und Unmöglichkeit. Und Hans sah schon das neue „Bäckerhaus“, einen Kerzenladen, eine Heimat für Migranten ….

Und immer, wenn wir über Geld sprachen, verbot mir Hans dieses Killerargument der ungläubigen sogenannten Realisten. Über Geld reden wir erst ganz zum Schluss. Ist die Sache von Gott, wird es gelingen.

In dieser Haltung gehe ich gerne mit Euch in die Bauphase. „Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ (Hebräer 11, 1). Lasst uns bei Gott in die Schule gehen und so das anpacken, was er uns anpacken heißt. Er segne und behüte uns in den kommenden Monaten und Jahren.

Pastor Günter Mahler

 

Flohmarkt

Rückblick Flohmarkt

Wir waren im Voraus sehr gespannt… Wie kommt die Idee bei der Gemeinde an? Bekommen wir genug Ware? Werden wir viel verkaufen? Lohnt sich der Aufwand?…

HERZLICHEN DANK für all Eure Hilfe! DANKE für euer Mithelfen, eure Sachspenden, euer Kuchen backen, euer Werbung machen, euer Mitanpacken, euer Kommen,…

Der Flohmarkt war ein voller Erfolg!!! Wir konnten knapp 1200€ Erlös für unsere drei Projekte erzielen (Familie Linka mit Frontiers im Tschad, Shevet Achim – eine Herzklinik für Kinder in Israel, sowie die Baukasse).Außerdem hatten wir viel Spaß und viele gute Begegnungen. Die Freude war groß über die gut erhaltenen, günstigen Sachen. Auch der köstliche Kaffee und Kuchen wurde oft gelobt.Viele waren auch zum ersten Mal in den Räumlichkeiten unserer Gemeinde und fühlten sich sichtbar wohl dort.Wer weiß… vielleicht war es ja nicht der letzte Flohmarkt in absehbarer Zeit.

Katharina Engländer und Stefanie Winkler

 

Neubau FE15

Unser Neubau nimmt Gestalt an

Am 16. April 2018 wurde die Bauvoranfrage beim Bürgeramt Bauen Reutlingen eingereicht.

Am 21. April hatten wir die Nachbarn zu Gast, um Ihnen unsere Pläne zu präsentieren und ihre Fragen zu beantworten. Es herrschte eine gute, von gegenseitigem Respekt getragene Atmosphäre. Unser Architekt Prof. Andreas Löffler aus Karlsruhe ging verständnisvoll auf alle Fragen der Nachbarschaft ein.

Am 22. April haben wir in der Jahresgemeindeversammlung mit der Gemeinde über die Finanzierung unseres Bauvorhabens gesprochen. Die Spar- und Kreditbank aus Bad Homburg war zu Gast, unsere Kirchenbank hat uns in Person der Vorstandsvorsitzenden Elke Müller wertvolle Hinweise gegeben und uns Mut gemacht, das Projekt im Vertrauen auf Gott mutig anzupacken.

Es ist uns allen klar, dass wir einen Kraftakt vor uns haben, der nur mit der Hilfe Aller gelingen kann.

Wir haben einen Flyer für Unterstützer herausgegeben und auch Selbstverpflichtungserklärungen für alle die, die mit besonderen Bauopfern oder Darlehen mithelfen wollen, die Finanzierung zu stemmen. Den nicht-anwesenden Gemeindemitgliedern werden wir die Erklärungen auf postalischem Weg zustellen. Und sie können gerne – ebenso wie die Flyer – über das Gemeindebüro bezogen werden.

Wir erwarten in drei bis vier Monaten die Rückmeldung vom Bürgeramt Bauen. Wenn dann geklärt sein wird, dass wir in der eingereichten Form (oder mit leichten Korrekturen) bauen können, ist die Detailplanung unser nächster Schritt – sofern wir als Gemeindeversammlung dies beschließen.

Wenn alles gut läuft, könnte ein Baubeginn im Lauf des Jahres 2019 erfolgen.

Wir danken allen Unterstützern, Betern und Mutmachern. Lasst uns nicht vergessen, dass es Gottes Werk ist. Und wenn es von ihm ist und wir fest zusammenstehen, um die Aufgaben zu schultern, dann wird es auch gelingen.

Es grüßen herzlich

Dr. Martin Vossloh, Leiter Bauausschuss
und Pastor Günter Mahler

 

 

Tauffest 08.04.2018

Tauffest am 8. April 2018

Die Freude war groß als wir fünf Menschen auf das Bekenntnis Ihres Glaubens am 8. April taufen durften. Vorangegangen war ein Taufkurs, an dem nicht nur die Täuflinge, sondern auch Taufbegleiter und andere Interessierte teilnehmen konnten. Dort haben wir uns kennengelernt, die geistlichen Biografien ausgetauscht, gelernt, was es mit der Taufe eigentlich auf sich hat und ein gemeinsames Glaubensbekenntnis formuliert, das wir mit der Gemeinde während des Taufgottesdienstes gebetet haben. Am Freitagabend feierten wir DAS FEST unter großer Beteiligung der Gemeinde. Ein buntes Buffet, Abendmahl, Singen und Beten, Bekennen und Feiern – ein starkes Erleben und herzliches Willkommen für die Täuflinge und uns alle. Segenskarten wurden geschrieben und an einen Strauß von Zweigen gehängt. Einige haben wir mit den Bildern von der Taufe in diesem Mosaik abgedruckt. Nicht-anonyme Karten haben wir in die entsprechenden Fächer verteilt. Im Taufgottesdienst feierte Karin Gaiser, langjähriges Gemeindemitglied und Dienstbereichsleiterin Ressourcen, eine Tauferinnerung. Sie erhielt einen neuen Taufspruch und eine neue Taufkarte mit „altem“ Datum. Eine schöne Idee und ein schönes Erlebnis. Bei der Taufe im letzten Jahr war es Helga Wagner, die diesen Schritt gegangen ist. Zur Nachahmung herzlich empfohlen – mit oder ohne verloren gegangenem Tauf-spruch! Vielleicht schon Ostern 2019? Wir wollen dort das nächste Tauffest feiern. Wieder gemeinsam mit den Pastoren Mahler und Meisinger, die diesmal gemeinsam (nach-einander) ins Wasser stiegen. Mit dunklen Kleidern, wie die Täuflinge auch. Hell angezogen kamen alle gemeinsam aus den Taufkammern – die Band sang mit der Gemeinde „No longer Slaves“. Wir sind getauft auf seinen Namen – Halleluja!

Günter Mahler

Die folgenden Menschen wurden getauft  und in die Gemeindefamilie als Mitglieder aufgenommen:

Lilly-Sophie Bergmann *26.05.2004

Paulo Besch *26.04.2004

Gerhard Heusel *26.05.1965

Judith Heusel * 09.06.1965

Paul Meisinger *29.08.2006

P.S.: Lilly und Gerhard können nicht nur Geburtstag sondern auch Wiedergeburt am selben Tag feiern!

Impuls April 2018

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

(Johannes 20:21)

Jesus sagt diesen Satz, als er zum ersten Mal seinen Jüngern als Auferstandener begegnet: Ich sende euch, so wie mich der Vater gesandt hat. – Ist das ein Versprechen? Eine Aussicht auf etwas Wunderbares? Oder vielleicht eine Drohung: So, wie es mir ergangen ist, wird es euch auch ergehen. In Anbetracht dessen, was er in den vergangenen Tagen durchgemacht hat, hört sich das wenig ermutigend an!

Jesus hatte denselben Satz („wie der Vater mich gesandt hat, sende ich euch“) erst vor drei Tagen bei seiner großen Abschiedsrede gesprochen. (Joh. 17:18) Dort ermutigt er die Jünger ausdrücklich und redet dabei von dem Kontrast zwischen dieser Welt und Gottes Reich. Mit Aussicht auf Gefangennahme, Verurteilung, Marter und Tod ist das wirklich eine Zusage: Die Verbindung Jesu zum Vater gibt ihm selbst Mut und wird auch den Jüngern Mut geben, wenn sie sich den Herausforderungen in der Welt stellen müssen.

Aber dabei bleibt es nicht, die Geschichte geht weiter. Denn Jesus stirbt, und nun wird sich zeigen müssen, ob sich die Zusage bewährt. Zunächst zweifeln die Jünger und geben sich der Angst vor dieser Welt hin, indem sie sich verstecken und Trost unter ihresgleichen suchen. Beeindruckt von den Mächten dieser Welt bleiben sie zwei Nächte im Untergrund. (Joh. 20:19) – Manch einer gibt sich gerne den Betrachtungen der gottlosen Welt einerseits und der Hoffnung auf die liebevolle, hell scheinende Gegenwart Gottes andererseits hin. Wenn wir uns aber schwerpunktmäßig auf den Unterschied der Welten konzentrieren, bleiben wir in der Vogelperspektive und geraten in eine Sackgasse. Ich meine, wir sollten nicht zwischen den Welten hängen bleiben – zwischen dem Tod und der Auferstehung Jesu , denn dann bliebe es für immer Karsamstag. Das gilt auch für uns in der Gemeinde, besonders, wenn wir uns der Gesellschaft, in der wir leben und ihren Themen entziehen. Am Oster-Sonntag geschieht dann das Wunder und Jesus wird auferweckt. Seine Botschaft ist die gleiche wie zuvor, aber angesichts seines neuen Lebens bekommen die Worte eine ganz andere Perspektive: Die Sendung des Vaters galt nicht nur der Opferbereitschaft, vielmehr ist sie eine Sendung ins neue Leben hinein. Das muss den Nachfolgern Christi klipp und klar gesagt werden: Gott hat seinen Sohn nicht einfach nur in den Tod gesandt, sondern in neues Leben. Und genau so sendet Jesus seine Nachfolger: in neues Leben.

„Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ – dieser Satz muss sich ja gar nicht wie eine Drohung anhören. Zumal Johannes den Friedensgruß als Eröffnung gleich zweimal nennt. Manch einer lässt sich gerne senden, einfach weil Dienst und Opfer ihn nicht schrecken. Vielleicht springt ja sogar etwas dabei heraus!? Aber auch das muss verneint werden. Denn ganz ohne Gegenleistung tut Jesus etwas, das die Sendungsworte mehr als nur unterstreicht: Nachdem er gesprochen hat, haucht er die Jünger an und spricht ihnen den Heiligen Geist zu. (Joh. 20:22) Als fromme Juden kennen sie diesen Hauch – der Leben spendende Atem Gottes (1. Mo 2:7) , und sie wissen, dass nun neues Leben begonnen hat. Nicht erst nach ihrem eigenen Tod werden die Jünger womöglich das Reich Gottes betreten, nein – sie wandeln schon jetzt darin, weil der Heilige Geist mit ihnen ist. Die Sendungsworte sind also in dieser Perspektive weder Drohung noch Verheißung, sondern direkt ins Leben hier und heute gesprochen: Ich sende dich. – Die Sendung Jesu ist also kein Versprechen, keine Aussicht auf irgendetwas irgendwann, sondern die klare und gute Botschaft: Das neue Leben beginnt jetzt. Was auch immer du mit deinem Leben anfängst, lebe es mit dieser Perspektive des neuen Lebens und der Auferstandene spricht dir seinen Frieden zu.

Gottes Segen in der Zeit nach Ostern wünscht dir

Pastor Daniel Meisinger

 

Gebetsstaffel 24/7

Gebetsstaffel 24/7

Liebe Beter!

Es ist wieder soweit: vom 04. bis 11. März 2018 findet in unserer Gemeinde nun zum achten Mal das 24-Stunden-Gebet über 7 Tage statt. Für eine Woche wird unser Bibelstundenraum in einen Gebetsraum verwandelt, in dem man an mehreren Stationen intensiv mit Gott in Kontakt treten kann. Wie auch in den vergangenen Jahren möchten wir die Tage in Schichten einteilen, in denen man im Bibelstundenraum oder von zu Hause aus beten kann – alleine oder auch zu zweit oder mehreren. Über die Online-Liste kann man sich in eine oder mehrere Stunden einbuchen. So können Überschneidungen im Raum vermieden werden.

Wir werden, wie jedes Jahr, den Raum über den Türcode absichern und geben euch diesen Code vor eurer Schicht z.B. telefonisch durch. Wenn ihr einen Gemeindehaus-Schlüssel besitzt gebt es bitte bei der Anmeldung auf der Online-Liste ab.

Für unsere Beter zu Hause und auch im Gebetsraum wird wieder ein Heft als Leitfaden zusammengestellt, in dem die einzelnen Stationen aus dem Gebetsraum beschrieben werden: Gebetsheft zum Download

Die erste Schicht wird am 04.03.2017 um 12 Uhr nach dem Gottesdienst starten, damit wir eine Woche später alle gemeinsam die Gebetswoche mit einem gemeinsamen Gottesdienst beenden können.

Vor der Gebetswoche wird es Gelegenheit geben, den Raum anzusehen. Während der Gebetszeiten bitten wir darum, die Beter nicht zu stören und die Türen geschlossen zu lassen. Nach dem Abschlussgottesdienst der Gebetswoche räumen wir den Raum sehr schnell, da die Afrikaner dann wieder ihren Gottesdienst feiern wollen. Helfer zum Abbau sind willkommen!

Beten bringt Segen – für andere und für dich selbst. Das haben in den vergangenen Jahren viele von uns erfahren. Wir laden herzlich ein, dich mit anderen um Christus zu versammeln und ebenso gute Erfahrungen zu machen.

Euer 24/7 Team