Impuls Februar

Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in Gerechtigkeit 2. Tim. 3,16

Der Timotheus wird von Paulus unterrichtet und in den Briefen 1 und 2 weist Paulus darauf hin,  w a s  der Wahrheit Gottes entgegensteht. Wie die Welt sein wird, in die hinein Gott sein Wort gibt. Und der folgende Satz erklärt, was Paulus damit meint: Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit: damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Die Bedingung, treu in Gottes Geist zu leben, ist, bedingungslos Gott zu vertrauen.  IHN  zu hören und der guten Erkenntnis Folge zu leisten. Bloß, wie kann das gehen? Wann hören wir Gottes Geist? Wann sind wir soweit, daraus unser Lebensprinzip zu gestalten?

Heute kommen wir von einer Predigt, die Melanie Scheede hielt. Jesus beauftragt die Gläubigen und die Zweifler gleichermaßen: Was begeisterte, war dieses Weitergeben der Wahrheit: Gott allein hat Recht und ist recht! Wenn ER spricht, geschieht alles. Jesus sagt in der Abschlussrede: mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Alle!! Matth. 28, letzte Verse. Im Verlauf erfahren wir, welch Auftrag uns gegeben bleibt!

Ohne IHN, Gott in Jesus, gibt es kein gerechtes Handeln.

Jesus hat seine Nachfolger und auch die Zweifler gut vorbereitet für die Aufgabe, in die ER sie stellt.

Gehet hin…und machet zu Jüngern…   taufet sie… und lehret sie halten, alles was ich euch geboten habe. Jesus sagt damit: werdet tätig. Gott selber ist dabei, redet, plant, weist Wege….   Also sagt auch der Paulus: mach dich auf, lerne aus der Heiligen Schrift Gottes. In Gottes Schrift steht alles, was nützlich ist, weiter zu kommen, zu lernen, aber auch korrigiert zu sein, man darf sich bessern und: zur Gerechtigkeit wird man erzogen… indem man Gottes Gerechtigkeit im Christus Jesus erkennt.

Das ist, was jedem Einzelnen gilt: mit und im Geist Gottes darfst Du mehr erfahren,  wer  der Christus ist.  Aber, der Geist nutzt auch andere Gedanken… die von Menschen… hin zu Besserem.

Etwas Mühe macht es mir, meinem Mit-Schwieger Mahmoud zu bezeugen,  wer  der Christus für mich ist. Mahmoud ist Moslem und wir antworten auf Fragen. Ich hatte ein Buch gelesen: Christen unterm Halbmond… und konnte einiges an Koran-Wahrheit nennen. Steht doch da in Sure 2,256: Es gibt keinen Zwang in der Religion. Insofern sie nun den Glauben wahren und das Gute tun, werden auch sie ihren Lohn bei Gott erhalten: „Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind und die Christen und die Säbier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem HERRN, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein (2,62; vergl. 5,69). Der Koran macht einen Unterschied zwischen ihnen und den Ungläubigen (vgl. 22,17). Die islamische Gemeinschaft soll der Nähe der Christen zu den Muslimen gedenken: “Und du wirst sicher finden, dass unter ihnen diejenigen, die den Gläubigen in LIEBE  am nächsten stehen, die sind, welche sagen: “Wir sind Christen“. Dies deshalb, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie nicht hochmütig sind“ (5,82)…. Soweit der Auszug aus Adel Th. Khoury`s Buch: Christen unterm Halbmond. Mahmoud besuchte Gottesdienste für Araber, die arabische Christen in Stuttgart veranstalteten. Die ziemlich letzten Worte, die wir mit ihm daraufhin wechselten waren die ,,eines großen Fragens.“ Wenn das alles stimmt…. Ich werde noch verrückt…“  Ob Mahmoud noch die Wahrheit des Christus Jesus angenommen hat, wissen wir nicht. Bald darauf verstarb er.

Ein befreundeter Bekannter sagte mir dazu: Du bist vorbereitet. Um im Gespräch zu bleiben, musste ich eine Ahnung davon haben, was ein Moslem gelernt hat.

Weiß ich viel über die Wahrheit Gottes? Damit ich meinen Beitrag zu gegebener Zeit durch den Geist Gottes leisten kann? Offen für die Stimme Gottes zu sein lehrt uns, das Banalste der Zeit IHM  vorzulegen. Alles. Und das in Liebe. Damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Einen Monat voller neuem Lernen über Gottes Güte und Barmherzigkeit wünscht

Eure

R. Wardin

 

Impuls Dezember

Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast  v o r  a l l e n  Völkern.

Oft und oft singe ich: Herr, nun lässt  Du in Frieden mich gehen, denn meine Augen haben gesehen, Dein helles Licht in den Dunkelheiten, vor aller Welt, Dein Heil zu bereiten…..

Nirgendwo konnte ich den Chorsatz oder das Lied finden. Dennoch singt es in mir.

Welch eine Freude und Dankbarkeit zu Gott, nun ist ER da, der vor Zeiten verheißen ist.

Simeon hatte diese Verheißung von Gott, durch den Heiligen Geist, nicht zu sterben, bevor er den Gesalbten Gottes gesehen hätte. Jesaja 40, 1 erzählt, dass Gott, der Gott Israels, davon spricht: tröstet, tröstet mein Volk! Redet herzlich mit Jerusalem, sagt über der Stadt: Ihre Leidenszeit ist zu Ende, ihre Schuld ist restlos abgezahlt. Denn für all ihre Vergehen wurde sie vom Herrn doppelt bestraft. Dann kommt dieses oft vertonte: bahnt unserm Herrn einen Weg… und warum, wird erklärt: Der Herr wird in seiner Herrlichkeit erscheinen,  alle Menschen miteinander werden es sehen. Denn der HERR hat es gesagt. Und dieser Tage?????? Da ist die, uns in Entsetzen gebrachte, Kriegssituation in dem Land, das Palästina genannt wird. Auch all diesen Völkern gilt doch das Heil!!! Und Israel? Der 1948 situierte Staat leidet – kämpft – schreit nach Gerechtigkeit…… Erkennt man Gott als König und Herrn dieses Volkes?

Simeon sagt doch: Das Heil, das   DU bereitet hast vor allen Völkern!!!!  Es ist also bereits da, in diesem Jesus Baby, das der Christus Gottes ist. Und Gott hält, was er verspricht!!!! Vom Geist Gottes getrieben, geht – ich denke eilt –  Simeon los, hinauf in den Tempel. Er erkennt in dem Kind, das Jesu Eltern Gott vorstellten und in den Bund eingliedern ließen (beschneiden): das Heil der Welt.

Wie berührt, wie beglückt muss Simeon sein: Ja, Gott hält Wort!! Ich   darf das Heil im Kinde schauen. – Wie liebevoll zärtlich, fast in Gebetshaltung nimmt Simeon das Jesulein auf den Arm. ER erkennt das Heil Gottes! Und beginnt das, was wir oft vernachlässigen: er lobt, preist Gott, betet an und seine Freude geht in und durch die Welt!! Jesus ist geboren!!! Seither singen und jubeln wir in der Weihnachtszeit – die man als den Zeitraum der Geburt Jesu festlegte (so um 300 nach Christus)… und hätten es doch nötig Tag um Tag und Stunde um Stunde jubelnd, dankbar zu bezeugen: das Heil ist Christus Jesus!!!

Einerseits könnte man aus dieser Übersetzung lesen: bevor es alle Völker gab, hat Gott das Heil für diese beschlossen. Andererseits kann man lesen: das Heil  Gottes liegt den Völkern vor!!!! Es ist erreichbar. Für mich steht felsenfest: Gott  wollte zu aller Zeit Heil und Heilung für alle Menschen. Zuerst für Israel, seinen „Augapfel“ und, zu Gottes gegebener Zeit, für die Nationen.

In einer Predigt, während der Synode der Ev. Kirchen des Landes Baden-Württemberg in Ulm am Sonntag,  12. Nov. 2023 sagte der Pfarrer: wir haben die beste Botschaft, das wahrste Wissen, den Grund   hinaus zu gehen, zu rufen: Jesus ist Herr.

Wir dürfen nicht schweigen. Alle, alle Völker sollen es sehen, da es Gott unser Herr verheißen hat. Und so geht der Jubel bei denen, die Erkenntnis Gottes in Christus Jesus geschenkt bekommen haben, weiter!!! Ja, dennoch: Wenn alles zerbricht… bleibt: Gott ist in Jesus da!! Und bleibt. Wir werden ihn wiedersehen – in aller Pracht und Herrlichkeit! Das feiert!!! Grüße zur geweihten Nacht!

Eure Regina W.

Impuls November

Gedanken zur Monatslosung November 2023: Hiob 9, 8 – 9

ER allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meeres. ER macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.

Welch frohmachender Gedanke: Gott allein regiert, schafft Neues, ist kreativ. Freude überkommt den Menschen, der das als  die  Aussage  des im Buch Hiob festgehaltenen Textes liest. Ja, sagt er, Gott gehört alles, Gott verfährt mit Geschaffenem, wie es seiner Idee entspricht.

Zu Beginn der Betrachtung dieser Verse sollte klar sein: hier spricht jemand mit Gott, über Gott, zu seinen „Beratern“. Die Person Hiob steht exemplarisch für Schicksale, Leiden und Unwegbarkeiten

eines Lebens, das unter Gottes Regie geführt ist. Im Grunde ist es eine Beweislagen – Aufzählung, die die Absicht trägt, die menschliche (Hiobs) Unschuld an den Mühen des Seins zu belegen. Hiob erklärt Gott und seinen Besuchern, was er nicht alles getan, verfolgt und ausgesprochen hat, um Gott die Ehre zu geben.

Und kommt schließlich dahin, dass  nur  Gott  Recht hat, richtig ist und Wahrheit bei IHM anders gelesen ist, als bei Menschen. Um diese außerordentliche Zuständigkeit Gottes deutlich zu machen wählt Hiob eine sehr prosaische = erzählende, nüchterne, ungeschmückte Sprache. Dass man Gott ausgeliefert bleibt? Dass es keinen zur Erde gehörenden Klugen, Mächtigen, ja zum Richten Berechtigten gibt? Dass jedes Wesen, alles Geschaffene, ohnmächtig Gottes Walten zu ertragen hat? Da liegt ein Fatalismus zugrunde, der um und um belegt werden will.

Eben ist Israel in dieser katastrophalen Phase der Verachtung seiner Existenz-  und Land – Neider, die sich, in Vernichtung alles Lebens, Raum schaffen wollen. Da kommen diese ausweglos scheinenden Gedanken eines Hiob ins Gespräch. Fatal ist alles, das  ohne Gott  einzubeziehen erlebt wird. Auch Gutes. Denn es bringt uns nicht das Heil!!! Und doch hat das Wort der Monatslosung etwas Feines, tiefer Gehendes, fast Malerisches im Erzählstil. Was will Hiob mitteilen? Wem will er  an  seinen Weisheiten, an dem, was er für sich als Wahrheit sieht Anteil geben? Hiob sagt, dass Gott den Himmel ausbreitet, auf den Meereswogen (Wellen) geht. Dass Gott die „Malerei“ des Himmels bewerkstelligt hat (Großen Wagen, Orion, Siebengestirn, Sterne des Südens) gemacht hat.

Wir können diesen Text ganz anders, frohmachend, befreiend lesen!!!! Ja, alles stimmt!! Gott lässt sich weder Grund, Plan, Sinn noch das Worauf zu aus der Hand nehmen. ER   hat festgelegt was ist, war und sein wird. IHM gebührt Dank, Anbetung und IHM allein Ehre!!!. Weil ER HERR bleibt über Allem und über Alles. Was soll Hiob passieren? Er ist und bleibt in Gottes Hand. Und Gott kümmert sich in und mittels des Geschaffenen und darüber hinaus mittels Erkenntnissen, die  nur  aus IHM, Gott kommen und die ER, Gott mittels Geist uns mitteilt.

Hiob kommt bei all seinem Klagen, Fragen, Umdenken letztlich zu dem Schluss: Ich war´s ja, der ohne Einsicht geredet hat. Ich sprach von Dingen, die ich nicht verstand. Erst wenn Hiob  hört, wenn Gott redet, wenn Hiob sich von Gott fragen   lässt, und nicht Gott belehren will, kommt Erkenntnis und Einsicht. Hiob kann nur in der Gemeinschaft mit diesem Schöpfer-Gott richtig sein. Hiob sagt: Ja, bis dahin kannte ich dich nur vom Hörensagen. Doch jetzt hat mein Auge dich wirklich gesehen. Darum bereue ich meine Worte und finde Trost,  

obwohl“  ich hier in Staub und Asche (völlig vernichtet und mittellos ) sitze. Die Freunde, die so fehl beraten hatten, bringt Gott zur Buße. Hiob soll für sie beten. Und der Herr hörte auf Hiob´ s Fürbitte.

 

Regina W.

 

Impuls Oktober

Seid Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. (Jakobus 1, 22)

Ein einleuchtendes Beispiel für diese Aufforderung gibt der Schreiber des Jakobusbriefes im 2. Kapitel, in den Versen 15 und 16:

„Stellt euch vor, ein Bruder oder eine Schwester hat nichts anzuziehen. Es fehlt ihnen sogar das tägliche Brot. Nun sagt einer von euch zu ihnen: „Geht in Frieden, ihr sollt es warm haben und euch satt essen.“ Ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen. – Was nützt das?“ (Basisbibel)

Ein einleuchtendes Beispiel. Ist doch klar. Versteht jedes Kind! Und trotzdem: „Was nützt das?“ Bei dieser Frage sollten wir innehalten und sie gar nicht zu schnell als rein rhetorische Frage abtun. Immerhin ist das Hauptthema des ganzen Jakobusbriefes: „Seid Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Hier eine kurze Erklärung der Basisbibel zum Jakobusbrief: „Das Hauptthema des Briefes ist die Kritik an einem Glauben, dem keine Taten folgen. Sie könnte sich gegen ein Missverständnis der Verkündigung des Paulus richten. Paulus betonte, dass Gott den Menschen aus Gnade annimmt und nicht, weil er das Gesetz befolgt. … Doch manche Menschen haben die Botschaft von der Gnade Gottes offenbar so missverstanden, dass das Tun nicht mehr zählt. Gegen diese Auffassung hat sich bereits Paulus selbst gewehrt (Römer 3,8; Galater 5,13 – 6,10).“ Offensichtlich war es ein verbreitetes Problem, dass Christen zu sehr beim Hören der guten Botschaft (und beim Reden) stehen geblieben sind und nicht die entsprechenden Taten haben folgen lassen. Aber was nützt so ein einseitiges theologisches Verständnis? Vielleicht der Bequemlichkeit und der Beruhigung des Gewissens? Wieder einmal geht es also darum, nicht einseitig zu werden: Einerseits und andererseits. Hören und Tun. Gerechtigkeit aus Gnade und Taten, die Frucht eines lebendigen Glaubens sind. In diesem „einerseits und andererseits“ entsteht eine Spannung, die uns immer wieder herausfordert und uns in unbequemer Weise nie ganz zur Ruhe kommen lässt. Oder anders gesagt, lebendig hält. Zum Hören und Tun klang im Beispiel schon ein Drittes an: das Reden. Das Reden liegt oft zwischen dem Hören und dem Tun: Wir hören die gute Botschaft und reden davon. Das ist gut so und ist unser Auftrag. Durch das Reden werden Informationen weitergegeben. Reden ist grundlegend für unsere Beziehungen. Beziehungen leben von Gesprächen und vom Gedankenaustausch. Reden kann aber auch darüber hinwegtäuschen, dass es noch an der konkreten Tat fehlt. Ein Halbsatz von Christoph Wiemann während einer Phase einer Gemeindeleitungsklausur vor ein paar Jahren geht mir immer wieder durch den Kopf: „Reden könnt ihr…!“ Das war damals nicht nur Lob. Ich denke, den größten Fehler, den wir machen können, ist das Hören, das Reden und das Tun gegeneinander auszuspielen oder eines davon zu vernachlässigen. Das kann durchaus nützen, nämlich unserer Bequemlichkeit und um „die Sache einfacher zu machen“. Aber ob wir dann unserer Berufung entsprechen, ist eine ganz andere Frage.

Also doch lieber in der Spannung bleiben zwischen Hören, Reden und Tun, die uns immer wieder herausfordert, uns nie ganz zur Ruhe kommen und uns lebendig bleiben lässt.

Rainer B.

 

Impuls August

Gedanken zum Monatsspruch aus Psalm 63, V 8a  „Du bist mein Helfer, und im Schatten deiner Flügel frohlocke ich“.

Das sagt David als er in der Wüste Juda war, wo er sich versteckte. Er befand sich in einer sehr prekären Situation, denn seine Verfolger wollten seinen Tod. Ich kann mir gut vorstellen, dass in solch schlechter Lage – die übermächtigen Verfolger auf den Fersen, die Hitze und Trockenheit in der Wüste und die eigene Ohnmacht –  die körperliche und seelische Verfassung sehr leidet. Bei mir jedenfalls wäre das so. David jedoch freut sich. In anderer Übersetzung steht „Ich juble im Schutz deiner Flügel“. Er weiß, dass Jahwe bei ihm ist und ihn schützt. Und David betet weiter, „Meine Seele hängt an dir, deine rechte Hand erhält mich.“ Welch ein Glaube, welch eine Zuversicht, und welch eine vertrauensvolle Beziehung zu Jahwe wird da deutlich. Er kann sich freuen, weil er weiß, dass er unter dem besten und unüberwindbarsten Schutz steht, den es gibt. Nämlich unter dem Schutz dessen, der die Erde, die Sonne, das Universum und uns gemacht hat. Nichts entgeht diesem Gott, unserem Gott Jahwe, den David anbetet. Er lobt Gott und ist voller Zuversicht und Vertrauen. Und wie ist das mit mir, geht mir da durch den Kopf. Ich bin nicht in einer solch lebensbedrohlichen Lage. Da müsste es mir doch umso leichter fallen Gott anzubeten und ihn zu loben. Ist mein Glaube zu klein? Zu wenig Vertrauen? Zu wenig Glaubenserfahrung? Zu träge?

Jesus sagt in Luk 10, V 27: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand. Und deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst“.

Ich bin davon überzeugt, dass dies das beste „Kochrezept“ ist, was wir haben. Durch Jesus ist mir meine Schuld vergeben, weil er für mich den Lohn dafür empfangen hat.  Der Glaube an ihn rettet mich. So darf ich leben! Habe ich doch so genug Gründe unsern Herrn durch Jesus zu loben, ihn anzubeten und ihm zu danken. Denn was er für mich tat, hat er aus Liebe zu mir gemacht. Nein, ich bin nicht zu klein, zu arm oder reich, oder zu schlecht, oder mein Glaube zu gering, oder habe zu wenig Glaubenserfahrung. Ich bin es Jesus wert, dass er sein Leben für mich gab. Wie sollte ich da nicht genug Gründe haben ihn zu lieben, anzubeten, zu loben und zu preisen. Und er hat es ja nicht nur für mich getan, sondern für alle Menschen, die an ihn glauben und ihm ihr Leben anvertrauen.

„So lässt es sich im Schutz deiner Flügel jubeln“.

Joachim Z.

 

Impuls Juli

Der Spruch aus Matth. 5, 44-45 ist im Losungsbuch ja verkürzt abgedruckt. Mit dem Nebensatz: „ damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet“, bekomme ich den Eindruck, dass ich mit der Erfüllung der Feindesliebe das Gotteskindsein selber erwirke.

Daher möchte ich uns die Lutherübersetzung noch gönnen.

„Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut denen Gutes, die euch hassen, betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel   s e i d   ( im griechischen Text steht auch seid). Ich höre daraus – ihr   s e i d   Kinder des Vaters im Himmel, und nun lebt es auch!

Gott, die Liebe selbst, erschafft die Welt und den Menschen mit allen Geschöpfen. Damit gibt Er dem Leben einen Sinn. Daher kommt es dem Menschen zu, zu lieben. Es ist seine Bestimmung!

Die Liebe will nicht als Tugend verstanden werden, sondern als ein mächtiges Ergriffensein unseres ganzen Lebens. Sie ist die Sprache unseres Herzens, also unseres Mittelpunktes. Die Liebe, als eine geschenkte Kraft Gottes, bleibt mit Glaube und Hoffnung Gottes Möglichkeit in Deinem und meinem Leben. So ist es möglich, das Gute im anderen hervorzulieben. Denn der andere oder die Gemeinde wird nicht zurechtkritisiert sondern zurechtgeliebt. Das heißt, ich gönne dem Anderen das Leben.

Gott hat uns zuerst geliebt und sich in Seinem Sohn selbst gegeben. Diese Liebe entsteht in der Begegnung mit der Person Jesu, bleibt und entfaltet sich ihrem Wesen nach als Gemeinschaft. Sie macht sich mit uns eins. So äußert sich unser Lieben auch in einem tiefen Sehnen nach der Nähe Gottes. So ist die Liebe Hingabe meines Willens, die mein ganzes Tun auf die Ziele Gottes richtet. Er ist in Seinen Werken und Geschöpfen zu entdecken.

Ich kann nicht behaupten, ich hätte eine starke und echte Liebe gegenüber Feinden, aber Jesus fordert dazu auf und nennt Hilfen dazu: Segnen, Gutes tun und Fürbitte. Er trägt auch die Schurken. Meine Einschätzung und mein Urteil kommt oft, Gott sei es geklagt, aus der Eigenliebe, der Angst, dem engen Herzen und dem eingeschränkten Horizont. Gott aber sieht an mit den Augen der Barmherzigkeit. Er kann auch mich barmherzig werden lassen, die Freiheit des Anderen zu respektieren, Ehrfurcht, Wertschätzung und Hochachtung zu üben.

Die Liebe ist eine Kraft, die alles hofft, trotz aller Verirrung und Verlorenheit der Menschen. Es ist diese Hoffnung und das Vertrauen, das wir dem Anderen entgegenbringen, was Vorurteile, Hass und Zerstörung überwindet.

 

In der Liebe Jesu

Eure E. Hildebrandt