Einführung unseres neuen Pastors Daniel Meisinger

Einführung unseres neuen Pastors: Daniel Meisinger

Da war schon eine Menge los am 22.10.17 im Reutlinger Gemeindehaus. Wer in den Gottesdienstraum kam, merkte gleich, dass es heute ein besonderer Tag ist. Das lag nicht nur an den Hinweisen auf eine Eröffnung eines DM-Ladens, die am Nachmittag in den Räumen der EFG-Reutlingen stattfinden sollte. Dekoration und Stimmung deuteten darauf hin: Wir bekommen einen weiteren Pastor. Daniel Meisinger wurde an diesem Sonntag eingeführt.

Der Gottesdienst am Vormittag hatte alles, was man zu einer Einführung so braucht: Chorlieder, gemeinsame Lieder, Grußworte, Segen für Daniel und seine Familie und Dauer ein klein wenig länger als sonst. Selbstverständlich darf an so einem Tag eine Predigt auch nicht fehlen. Diese wurde von Alexander Strecker aus Österreich gehalten. Daniel und Alexander kennen sich aus Elstal.

In der Predigt ging es darum, sich auf den Weg zu machen. Am Beispiel von Abraham, der von Gott einen Auftrag bekam, sich noch im hohen Alter darauf einzulassen, alles zurück zu lassen und sich auf den Weg zu machen. Auch wenn er nicht wusste, wohin – im Vertrauen auf Gott ging er los. Neben den Worten zeichnete Alexander Strecker die wichtigsten Aussagen live auf der Bühne. Dabei ging es um die Aussicht, das Ziel zu finden (Fernrohr), das sich auf den Weg machen (Pfeil) und sich von Gott segnen zu lassen (Hände).

Nach dem Gottesdienst wurde im Raum ganz schnell umgebaut, damit alle durch ein sehr vielfältiges und liebevoll zubereitetes Mittagsbuffet verwöhnt werden konnten.

Am Nachmittag eröffnete dann der DM-Laden. Auf der Bühne war ein richtiggehender Drogeriemarkt aufgebaut. Mit vielen Waren des täglichen Lebens, einer Fotoecke und einem Kassenbereich war alles vorhanden, um an diesem Verkaufsoffenen Sonntagnachmittag einkaufen zu gehen. Viele Gruppen kamen, um zu shoppen und dann natürlich auch dazu, ihre Gruppe Daniel und seiner Familie vorzustellen. Bei einigen Programmpunkten brauchte man nur zuzuhören. Zum Beispiel als die Senioren ganz viele Lieder in einem Lied zusammengefasst haben oder bei den Musikstücken von Paolo Besch, Laura Guhr und Andrea Kerbernick-Schill. Bei der aufwendig gestalteten „Dingsda“- Vorführung des Kindergottesdienstes durfte die gesamte Gemeinde mitraten, welche Begriffe die Kinder erklärten.

Bei anderen Beiträgen konnte sich Daniel und seine Familie nicht zurücklehnen. Sie mussten auf die Bühne und ihre Kreativität unter Beweis stellen. Viele Gruppen haben sich mit ihrem Beitrag viele tolle Sachen einfallen lassen. So musste geraten, geschmeckt, gefühlt und auch handwerklich gezeigt werden, was die Meisingers alles so können. Und sie können eine Menge und natürlich noch ganz viel mehr.

Vielen Dank für eure tollen Beiträge, euer Arbeiten in der Küche und beim Dekorieren. So war der Vormittag und der Nachmittag zusammen ein geistlicher und zugleich fröhlich-kreativer Tag in unserer Gemeinde, der uns sicherlich noch lange im Gedächtnis bleibt.

Michel Schütze

Besinnliche Abende im Advent

Besinnliche Abende im Advent

Besinnliche Abende im Advent

In der Passionszeit haben wir damit begonnen und wir haben Euch versprochen, im Advent Fortsetzung zu machen. Wir planen wieder besinnliche Abende – diesmal im Advent.

Am Mittwoch, 06.12.2017 um 19:30 Uhr:  „Und sie versammelten sich in den Häusern, um dem Wunder von Weihnachten nachzuspüren“. Ökumenisches Hausgebet im Advent. Günter Mahler leitet durch den Abend.

Am Mittwoch, 13.12.2017 um 19:30 Uhr:  „Wer dieses Wunder fassen will“. Texte und Lieder zum Advent. Achim Eichel (Texte) & Lukas Gebauer (Musik) werden diesen Abend gestalten.

Am Mittwoch, 20.12.2017 um 19:30 Uhr: „Und sie machten sich eilends auf …“ – Menschen an der Krippe – Daniel Meisinger leitet uns an, einen Bibeltext nicht nur zu hören, sondern auch zu erleben.

Bitte achtet auf die ausliegenden Flyer und ladet Freunde, Bekannte, Nachbarn zu diesen Abenden ein. Die Hauskreise könnten darüber nachdenken, in diesen Adventswochen die Hauskreise ins Gemeindehaus zu verlegen und gemeinsam mit vielen anderen die besinnlichen Abende als Gemeinschaftserlebnis zu genießen.

Impuls Monat Dezember 2017

Impuls Monat Dezember 2017

Als große und kleine Kinder Gottes von der Krippe ins neue Jahr

Wir stolzen Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste,
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, lass uns dein Heil schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Lass uns einfältig werden,
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein.

„Der Mond ist aufgegangen“, Strophen 4 & 5, Matthias Claudius

 Diese Verse standen in der Tageslosung vom 14. November 2017. In der Gemeindeleitung haben wir sie am selben Tag gelesen und auch gesungen. Vielleicht habt Ihr beim Lesen zumindest auch leise mitgesummt.

Schon lange bewegt uns das Thema „Einfältigkeit“ im Sinne von Direktheit. Kontemplation ohne viele Worte, Herzensgebet, Stille vor Gott. Empfangen wie ein Kind. Vertrauen wie ein Kind. Ganz im Sinne von Hans-Dieter Hüsch, dessen Segensgebet ich gerne und häufig verwende:

Er möge, wie es auskommt, in unser Herz eindringen, um uns mit seinen Gedankengängen zu erfrischen,
uns auf Wege zu führen, die wir bisher nicht betreten haben
aus Angst und Unwissenheit darüber, dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges fröhlich sehen will,
weil wir es dürfen – und nicht nur dürfen, sondern auch müssen!

Wir müssen endlich damit anfangen.
das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln, denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!

Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein, dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können,
und sagen: Donnerwetter!!

Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen und die seien ungebrochen freundlich und heiter gewesen, weil die Zukunft

Jesus heiße…

Hans-Dieter Hüsch, Segen

Die Zukunft heißt Jesus. Um ihn haben wir uns versammelt im zu Ende gehenden Jahr. Um seine Krippe versammeln wir uns an Weihnachten. Und mit der Zukunft Jesus gehen wir ins neue Jahr.

Wir haben auf der Gemeinderatsklausur im Oktober im Bernhäuser Forst darüber nachgedacht, wie wir das glauben und leben können, dass wir Kinder sind. Kleine Kinder, große Kinder, Kinder mit glatter und faltiger Haut, neugeborene und wiedergeborene Kinder. Und wir haben das Anliegen, wie wir das auch in unserem Gemeindeleben deutlich machen können, zum Jahresthema 2018 gewählt. Gerne wiederhole ich die Kerngedanken aus der Klausur, die Daniel Meisinger im November-Mosaik formuliert hat:

  1. These: Kinder und Jugendliche sind nicht Zukunft, sondern Gegenwart der Gemeinde.
  1. These: Kinder und Jugendliche brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Uns wurde wichtig: ALLE versammeln sich als Kinder Gottes gemeinsam um Christus.

Und: Als Kinder Gottes sind wir GEMEINSAM unterwegs. Das könnte Veränderungen im Gemeindeleben mit sich bringen.

Erkenntnis im Gebet: Veränderung muss zu allererst in jedem selbst geschehen.

So wollen wir uns aufmachen und uns anstecken lassen vom Kind in der Krippe. Im Bewusstsein der Gotteskindschaft brechen wir auf in ein neues Jahr. Vielleicht wird es Wüstenzeiten geben. Vielleicht werden wir auf unserem Weg zur inneren und äußeren Erneuerung der Gemeinde die Quelle immer wieder suchen müssen. Wenn wir zweifeln, ob wir den Neubau des Gemeindehauses wirklich stemmen können. Wenn wir befürchten, dass unser Glaube zu klein ist, nicht ausreicht für das Große, was Gott mit uns in Reutlingen vorhat. Ich freue mich sehr, dass die Jahreslosung 2018 aus der Offenbarung 21,6 auch für uns als Gemeinde Reutlingen goldrichtig ist:

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Ich wünsche mir, dass wir als Kinder Gottes, groß und klein, einzeln und als ganze Gemeinde immer wieder die Quelle des lebendigen Wassers suchen. Dass wir wie Kinder den Vater bitten dürfen, uns das zu geben, was uns erfrischt, was uns neu belebt und uns weiter gehen lässt. Den schönen Weg, den steinigen Weg, den mühsamen Weg, den Weg der Freude und des Tanzes. Einfach den Weg der Nachfolge – durch die Wüste und hin zum Tempel des Herrn. Eine Wallfahrt sozusagen, die ein Ziel hat: dass wir das Heil Gottes schauen, auf nichts Vergängliches trauen, uns nicht an Eitelkeit freuen. Ich wünsche mir und uns: Lasst uns einfältig werden und vor Gott hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein.

Besinnliche Festtage, Atemholen für die Seele und einen guten Start auf die neue Wegstrecke im neuen Jahr 2018 wünsche ich Euch.

Euer Pastor Günter Mahler